Vor ein paar Tagen habe ich „die Larve“ von Jo Nesbø zu Ende gelesen.
Eigentlich gefiel mir der Krimi recht gut, doch zwei Punkte habe ich dennoch zu bemängeln.

1. Das Ende
Es handelt sich bei diesem Buch um den neunten Fall des Ermittlers Harry Hole. Vielleicht hatte der Autor einfach keine Lust mehr auf diesen Charakter oder er hat sich über die Beliebtheit seiner Figur bei den Fans geärgert. Jedenfalls spräche das Ende dieses Buches dafür. Ohne zu viel verraten zu wollen, kann man sagen, dass ich selten ein Buch gelesen habe, bei dem das Ende so destruktiv und unbefriedigend daher kam wie hier.

2. Mindhopping
In JEDEM Schreibratgeber kommt man irgendwann an einen Punkt, an dem dem angehenden Schreiberling geraten wird, unter gar keinen Umständen mitten im Kapitel die Erzählperspektive zu wechseln. Wenn man dieses Buch liest, kommt einem unweigerlich der Gedanke, dass dies nur für Schreibanfänger gilt.
Eigentlich ist ein Perspektivenwechsel ja interessant. Doch leider trennt Nesbø die Wechsel der Sichtweise nicht durch ein neues Kapitel. So dass ich neue Absätze oft doppelt lesen musste, weil ich dachte, eine andere Person handle/denke gerade.
So häufig wie in diesem Buch ist mir Mindhopping noch nie begegnet. Mich hat das ziemlich genervt.

Schade eigentlich, denn ansonsten ist der Schreibstil gut und man wird recht rasant durch die Geschichte geführt.