Als „Sidekick“ wird meist der Handlanger oder Helfer der Hauptfigur in einer Geschichte bezeichnet. Bekannte Beispiele sind Robin oder Dr. Watson. Die besondere Eigenschaft der Begleiter ist, dass sie dem „Helden“ immer wieder aus der Patsche helfen, ihm assistieren und ihn an wichtige Dinge erinnern. Der klassische Sidekick ist jedoch kein Diener. Er räumt nicht hinter dem Helden auf und erledigt auch nicht alle seine Aufgaben.

Was müsste der Sidekick eines Autoren können?

Folgende Tätigkeiten sollte mein persönlicher Sidekick für mich übernehmen:

  • Termine im Auge behalten
  • mir beim Plotten helfen
  • mir helfen, meine Gedanken zu ordnen
  • aufpassen, dass wichtige Infos nicht verloren gehen
  • alle Zettel für mich sammeln, die für mich wichtig sind
  • mir beim Erreichen meiner Ziele zur Seite stehen
  • mit mir Pläne schmieden
  • gelesene Bücher tracken
  • Geschenkideen für Freunde und Familienmitglieder sammeln

Welche Funktionen erfüllt mein BuJo?

Bujo1

Ein „BuJo“ oder lang „Bullet Journal“ ist eine Art Notizbuch. Als ich zum ersten Mal davon hörte, dachte ich: „Nicht noch so ein nutzloses Gadget für unausgefüllte Menschen!“ Aber dann begann ich damit, mich näher mit dem Thema zu beschäftigen, und stellte fest, dass ein Bullet Journal so viel mehr sein KANN, als ein Kalender.

Hier einige Beispiele für Funktionen, die mein Bullet Journal erfüllt:

  • ich sammle alle Termine darin
  • ich schreibe Plotideen hinein
  • ich notiere wichtige Infos, die ich nebenbei finde, sofort an geeigneter Stelle
  • ich sammle Zettel im „Zettelfach“
  • ich habe meine Ziele vor Augen
  • ich untergliedere meine Ziele in Teilziele und arbeite an ihnen
  • ich plane Freizeitaktivitäten und Aktionen für den Job sowie für den Blog darin
  • ich tracke, ob ich genügend Wasser trinke
  • ich schreibe auf, was ich bereits gelesen habe
  • ich sammle Geschenkideen für meine Familie
  • ich skizziere Dinge, Menschen, Charaktere mit Bleistift und Fineliner

Vergleicht man die oben aufgestellte Sammlung an Anforderungen und die Liste mit Aufgaben, bei denen mir das Notizbuch hilft, stellt man eine ziemlich große Übereinstimmung fest.

Für mich ist mein Bullet Journal also wie ein Sidekick.

Wie lege ich ein Bullet Journal an?

Zunächst benötigt man ein leeres Notizbuch. Linien finde ich persönlich nicht so schön. Da man jedoch sehr viel hineinschreibt, bietet es sich an, ein Notizbuch mit Punkten oder mit Kästchen zu benutzen, damit man sich beim Schreiben orientieren kann.

Eine genaue Anleitung für das Anlegen des Jahreskalenders, der Monatsübersicht und der Wochenübersichten findet man auf der Website bullet-journal.com oder hier im Video.

Wichtig ist dabei zu bedenken, dass man in der Form völlig frei ist. Man kann sich selbst überlegen, welche Seiten man wo anlegt oder welche Übersichten und Tracker man anlegt.

Einige Beispiele für gelungene Seiten findet ihr in meiner Pinterest-Sammlung zu diesem Thema.

Fazit: Lohnt sich der Aufwand?

Für mich lautet die Antwort darauf „Ja!“. Ich hatte im letzten Jahr das Problem, dass ich wichtige Termine nicht mehr im Gedächtnis hatte oder meine Aufgaben nicht sinnvoll über die vorhandene Zeit aufgeteilt habe.

Das hat sich durch die Nutzung des Bullet Journals geändert. Zudem kann ich kreativ sein und darin herumkritzeln, wenn ich möchte, und finde alle Ideen und Infos dank des Inhaltsverzeichnisses, wenn ich sie benötige.

Auch Zettel gehen mir nicht mehr verloren. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Aber kann mein Smartphone das nicht auch?

Klar kann man sich auch mit Hilfe eines Smartphones oder Kalenders organisieren. Jedoch habe ich bislang keine App gefunden, die alle oben genannten Funktionen für mich übernimmt.

Ich behaupte nicht, dass ein Bullet Journal die allein seeligmachende Lösung ist. Jedoch hat es mir persönlich sehr geholfen, mich zu strukturieren. Es ist mein persönlicher Sidekick, bis ich etwas finde, was für mich besser funktioniert.