Ich habe vor einiger Zeit einen Gutschein gewonnen und mir daher ein paar Bücher von Arvelle.de bestellt. Die ersten beiden habe ich inzwischen ausgelesen und möchte euch heute das Buch „Lockwood & Co – Die seufzende Wendeltreppe“ von Jonathan Stroud vorstellen.

Worum geht es?

In London, zu einer Zeit, in der Geister und Dämonen das ganze Land unsicher machen und Menschen umbringen, gibt es eine Menge Agenturen, die versuchen sich dieses Problems anzunehmen. Eine von ihnen ist die Agentur Lockwood & Co, die mit ihren drei jungen Agenten versucht, die etablierte Szene aufzumischen. Wie alle Agenturen ist auch diese auf die besonderen Fähigkeiten von Kindern angewiesen, doch bei Lockwood & Co gibt es keinen erwachsenen Berater, der Lockwood, Lucy und George zur Seite steht. Gerade als sich das Team zusammenrauft, gerät durch einen Unfall alles außer Kontrolle. Die Geschädigten verlangen eine hohe Summe als Schadensersatz, weshalb die drei Agenten ihr Leben und die Agentur riskieren müssen, um beim nächsten Job eine Spukvilla von ihren Dämonen bzw. Geistern zu befreien.

Was gefällt mir gut?

Die ganze Geschichte ist trotz des fantastischen Settings streng logisch aufgebaut. Es gibt nicht einen Moment, in dem man an den Motiven der Charaktere zweifelt oder in dem das Handeln der Charaktere nicht eine logische Folge von gegebenen Tatsachen wäre. Besonders beeindruckt hat mich, dass die Anschlussszenen immer perfekt angegliedert waren. Also hielt Lucy in einer Szene ihre Koffer in den Händen, kann sie in der folgenden Szene nicht noch zusätzlich eine Taschenlampe tragen. Daher hält sie die Taschenlampe mit dem Mund.

Die Geschichte ist spannend und abwechslungsreich geschrieben. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und man fiebert mit den drei Agenten mit, wenn sie ihren neuen Auftrag angehen.

Außerdem hat mir gut gefallen, dass die Geschichte eine Vielzahl verschiedener Konflikte enthält, die zwischen den einzelnen Haupt- und Nebenfiguren schwelen und schöne Spannungsbögen kreieren.

Was stört mich?

Nicht viel eigentlich. Ein wenig schade fand ich, dass ich etwa ab der Hälfte wusste, was „damals“ passiert sein musste und wer der Bösewicht in der Geschichte ist. Trotzdem fand ich es spannend zu beobachten, welche Wege die drei gehen mussten, damit sie am Ende zu der von mir bereits vorausgeahnten Lösung des Falls kamen.

Fazit

Obwohl das Buch sich ja eher an ein jüngeres Publikum richtet, konnte es mich durchweg überzeugen. Ich fand viele Szenen spannend und würde gerne den nächsten Teil lesen, sobald ich meinen Stapel ungelesener Bücher abgearbeitet habe 😉

Für alle, die leicht gruselige Geschichten mit tollen Dialogen und zwischenmenschlichen Konflikten mögen und fantastische Elemente in Geschichten nicht scheuen, spreche ich eine klare Leseempfehlung aus.