Review: Papyrus Autor 8

Allgemeines
Papyrus Autor ist ein Textverarbeitungsprogramm der Firma R.O.M.-Logicware aus Berlin und verspricht, dass man mit Hilfe des Programms dazu in der Lage ist, bessere Texte zu schreiben.

Ich habe vor einigen Jahren bereits die Version 6 verwendet und fragte mich daher, was die neue Version 8 an Neuerungen zu bieten hat.

Aus diesem Grund habe ich Version 8 als Demoversion auf Herz und Nieren getestet und möchte an dieser Stelle davon berichten.

Dabei werde ich folgende Fragen beantworten:

  • Was ist Papyrus Autor eigentlich?
  • Wozu kann man das Programm verwenden?
  • Wie benutzt man Papyrus Autor?
  • Empfehle ich die Anschaffung?

1.  Was ist Papyrus Autor eigentlich?
Öffnet man Papyrus Autor, kommt einem die Oberfläche zunächst sehr bekannt vor. In der Mitte befindet sich ein weißes „Feld“ zum Schreiben und oben sind die Menübuttons. Sieht doch aus, wie Word, oder?

Nur, fast.
Papyrus Autor ist in erster Linie ein Textverarbeitungsprogramm. Das ist die große Gemeinsamkeit zu Word, doch da hört es eigentlich schon auf mit den Gemeinsamkeiten. Denn Papyrus ist noch so viel mehr als „nur“ ein Textverarbeitungsprogramm. Auf den zweiten Blick ist Einiges anders als bei Schreibprogrammen wie Word und Co.

2.  Wozu kann man das Programm verwenden?
Das führt uns direkt zum zweiten Punkt. Der große Unterschied zu anderen Schreibprogrammen ist, dass man mit Papyrus Autor mehr machen kann, als nur Texte zu verfassen. Die fünf wesentlichen Elemente hierbei sind:

  • Planung des Textes
  • Texterstellung
  • Textkorrektur
  • Strukturierung des Textes
  • Export in verschiedene Formate

2.1 Planung des Textes
Jeder Autor hat seine eigene Methode, um seine Texte zu planen, sofern er überhaupt plant. Zur Planung eines Textes stehen in Papyrus Autor daher verschiedene Tools zur Verfügung. Es gibt die Möglichkeit eine Zeitleiste anzulegen,

Zeitleiste

ein Denkbrett zu erstellen,das einem unendlich großen Mindmapping-Tool entspricht (ganz ähnlich wie z.B. Scapple)

Denkbrett

und den Navigator und die Notizfunktion zu nutzen.

Navigator

Hier findet jeder Autor das, was ihm am ehesten zusagt.

2.2 Texterstellung
Dies unterscheidet sich nicht wesentlich von der Texterstellung in anderen Schreibprogrammen auch. Man tippt seinen Text einfach in den dafür vorgesehenen Bereich im Programm. Vielleicht ist es interessant zu erwähnen, dass einem die wichtigsten (aber nicht alle) Möglichkeiten zur Formatierung geboten werden.

2.3 Textkorrektur
Dies ist eindeutig eine der Stärken des Programms. Mit Hilfe des aktuellen Duden-Korrektors kann man Rechtschreibung und Grammatik des Textes überprüfen lassen.
Die Lesbarkeitsanalyse gibt an, wie kompliziert die Sätze sind. Das kann je nach Zielgruppe eine große Hilfe sein.

Ein Tool, das ich persönlich nicht mehr missen möchte, ist die Stilanalyse. Mit Hilfe verschiedener Optionen kann man einstellen, wie stark der Text auf Stilschwächen untersucht werden soll. Dabei findet die Stilanalyse zuverlässig Doppelungen, Füllwörter, Phrasen, Passiv-Konstruktionen, Amtsdeutsch und Vieles mehr.

2.4 Strukturierung des Textes
Bei der Strukturierung des Textes leistet der Navigator ganze Arbeit. Wo man sonst Textstellen kopieren und an der richtigen Stelle einfügen musste, ist dies mit simplem „Drag’n’Drop“ im Navigator getan. Szenen und ganze Kapitel lassen sich bequem an die Orte verschieben, an denen man sie haben möchte.

2.5 Export in verschiedene Formate
Papyrus Autor lässt auch hier keine Wünsche offen. Man kann sowohl herkömmliche Dateiformate erzeugen wie z.B. DOCs oder PDFs als auch neuere Formate, wie z.B. mobi, e-Pub. Sogar Normseiten lassen sich mit einem Klick auf die entsprechende Schaltfläche in Sekunden erstellen.

3.  Wie benutzt man Papyrus Autor?
Dies hängt sehr von der individuellen Vorgehensweise des einzelnen Autors ab. Es gibt keinen vorgegebenen Weg, wie man Papyrus zu benutzen hat, sondern viele verschiedene Möglichkeiten an den eigenen Text heranzugehen.
Mein persönlicher Workflow sieht bei längeren Texten im Moment so aus:

  • Denkbrett zur Grobplanung
  • Erstellen der Kapitel und Szenen mit Hilfe des Navigators
  • Texterstellung im Textfenster
  • (evtl. Überarbeitung mit dem Zeitstrahl)
  • Überarbeitung mit der Stilanalyse
  • Überarbeitung mit Hilfe des Duden-Korrektors
  • Export

 4.  Empfehle ich die Anschaffung?
Das kommt auf die Bedürfnisse des Autors an. Als Textverarbeitungsprogramm allein, würde sich eine Anschaffung wohl kaum lohnen, denn auch Scrivener oder z.B. Y-Writer warten mit einer ganzen Reihe an Funktionen auf und sind in der Anschaffung deutlich billiger.
Doch Papyrus Autor schafft es, diese vielen verschiedenen Funktionen in einem relativ intuitiv zu bedienenden Programm zu vereinen und bietet zusätzlich Tools zur Korrektur des eigenen Textes an, so dass (zumindest bei mir) keine Wünsche offen bleiben. Daher würde ich die Anschaffung des Programms auf jeden Fall empfehlen.

Kaffee

Vor mir steht ein großer Becher Kaffee, denn meine Pläne stehen fest.
Ich werde mich mit der Dystopie beschäftigen.
Warum?

Hier fünf Gründe, die dafür sprechen:

  1. Vor mir liegen 5 1/2 Wochen, in denen ich mich ganz dem neuen Projekt widmen kann.
  2. Ich habe Lust, endlich mit dem Schreiben einer neuen Geschichte loszulegen. 
  3. Die anderen Projekte kann ich auch in Zeiten bearbeiten, in denen ich mehr um die Ohren habe aber die Dystopie wird viel Aufmerksamkeit benötigen.
  4. Der Trailer zur Story kommt bald heraus und es wäre echt toll, wenn ich bis dahin die Geschichte in Rohform vorliegen hätte.
  5. Für mich bedeutet die Zusammenarbeit mit den Jungs und Mädels bei Jungtrieb eine große Chance. Das möchte ich mir nicht verbauen.

Das heißt natürlich nicht, dass mir meine anderen Projekte unwichtig sind. Doch ohne Priorisierung kann ich nicht arbeiten und würde mich verzetteln.
Fazit: Arbeit an der Dystopie jetzt. Der Rest kommt danach.
Jacqueline Vellguth schrieb in ihrer letzten Mail, dass man sich unrealistische Ziele setzen solle, um mehr aus sich herauszuholen. Vielleicht ist das jetzt ein guter Zeitpunkt.
Ziel: In 5 1/2 Wochen bin ich mit der Rohversion der Geschichte fertig.

Was für ein Finale

Es ist endlich soweit. Mein Westermann-Projekt ist zum großen Teil abgeschlossen und es ist wieder Zeit, sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Aber welchem meiner anderen Projekte soll ich mich zuwenden?

  •     meiner Graphic Novel,
  •     meinem Oetinger34-Kinderbuch
  •     oder der Dystopie?

Eigentlich möchte ich mich gerne mit der Dystopie beschäftigen, weil die Story meiner Meinung nach sehr gut ist. Aber da mir ein paar Hintergrundinfos fehlen, hängt mein Vorgehen davon ab, ob sich mein Bruder in den kommenden Tagen meldet und mir diese Informationen liefert.

Tools

Da ich gerade mit einem neuen Projekt beginne, mache ich mir Gedanken über meine Schreibprogramme.
Über
Google habe ich herausgefunden, dass viele Autoren offenbar auf eines
der drei folgenden Programme zurückgreifen, um ihre Geschichten zu
schreiben.

  1. YWriter
  2. Papyrus Autor
  3. Scrivener

Ich persönlich tendiere zu Papyrus Autor und das hat verschiedene Gründe.

  • Übersichtlichkeit: das Programm ähnelt grob Word, was einem den Einstieg erleichtert.
  • Zeitstrahl:
    Szenen und Kapitel im Text lassen sich mit einem Zeitstrahl verknüpfen,
    um alle Handlungsstränge in eine logische Abfolge zu bringen.
  • Denkbrett:
    Was bei Scrivener hervorragend mit Scapple umgesetzt wird, ist bei
    Papyrus das integrierte Denkbrett. Ich finde es schön, dies direkt im
    Programm zu finden und Einträge mit Szenen und Kapiteln verknüpfen zu
    können.
  • Personendatenbank: Man kann jede Person
    mit einem Eintrag in der Datenbank verknüpfen. Papyrus hinterlegt dann
    zu festgelegten Stichworten oder Namen automatisch einen Link zum
    Eintrag in der Datenbank.
  • Analyse: Papyrus
    Autor verfügt über eine eingebaute Stil- und Lesbarkeitsanalyse.
    Natürlich kann das nicht automatisch einen tollen Text aus einem
    schlechten Text zaubern, doch es hilft beim Finden von Füllwörtern,
    überflüssigen Adjektiven, umständlichen Satzkonstruktionen etc..
  • Duden Korrektor: Eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung mit Hilfe des aktuellen Duden.

YWriter
ist sehr umfangreich, mir jedoch zu umständlich und Scrivener hat den
Nachteil, dass es ein englisches Programm ist und man daher auf Hilfen
wie den Duden Korrektor und die Stil- und Lesbarkeitsanalyse verzichten
muss.
Weitere Programme, die ich gerne nutze sind Dragon
NaturallySpeaking und Balabolka. Zu letzterem musste ich mir aber
zunächst ein anständiges Sprachpaket herunterladen, bis ich den
vorgelesenen Text halbwegs erträglich fand.

Alle Jahre wieder!

Wie in jedem Jahr beginnt auch jetzt bald wieder…

…der NaNoWriMo.

Du dachtest an die Weihnachtszeit?
Du fragst dich, was ein NaNoWriMo ist?

Es ist ein
internationales Schreibprojekt des Amerikaners Chris Baty, das jährlich online stattfindet und jedes Jahr mehr Teilnehmer anlockt.
Ziel ist es, in der
Zeit vom ersten bis zum dreißigsten November einen Roman im Umfang von 50.000
Wörtern zu schreiben. Dabei spielt es keine Rolle in welcher Sprache der Roman verfasst wird.

Es gibt kein Geld und auch sonst keine nennenswerten Preise.

Es geht nur darum, sich selbst zu motivieren, innerhalb von 30 Tagen einen ersten Entwurf (mit 50.000 Wörtern/ca. 100 DinA4 Seiten) für eine zusammenhängende Geschichte zu schreiben.

Oetinger 34

Ein halbes Jahr ist vergangen und viel hat sich getan.
Ich möchte euch heute auf das Projekt Oetinger34 aufmerksam machen, zu dem ich eingeladen wurde.
Unter der Webadresse www.oetinger34.de kann man sich als Autor, Illustrator oder auch Juniorlektor bewerben, um in naher Zukunft an neuen Geschichten mitzuarbeiten.

Das Portal versucht dabei, neue Wege zu gehen. Einmal angemeldet kann, man sich mit Kreativpartnern seiner Wahl zusammentun.
Zum Beispiel bilden ein Autor, ein Illustrator und ein Junglektor ein Team, das an einem Kinderbuch arbeitet. Auch Illustratoren können Buchideen einstellen und sich den passenden Autor und Lektor ins Boot holen.

Solange das Team an der Geschichte arbeitet, kann der Teamleiter festlegen, ob alle anderen angemeldeten User eine kurze Leseprobe sehen dürfen, oder ob das Projekt zunächst nur privat (für das Team) sichtbar ist.
Die fertigen Geschichten können später zum Voting eingereicht werden. Das Oetinger-Team kann dann entscheiden, ob die Geschichte reif zur Veröffentlichung ist.

Interessiert?

Dann informiert euch selbst unter: www.oetinger34.de oder schaut euch das Video an.

Inspiration finden

Inspiration ist ein
schwieriges Thema.

Es gibt Menschen,
die behaupten, sie benötigen keine Inspiration zum Schreiben.
Das ist toll, doch
der Mehrheit der Autoren geht es wahrscheinlich eher so, dass ein bestimmtes
Erlebnis, ein Bild, ein Satz oder auch eine Geschichte plötzlich eine ganze
Fülle von neuen Ideen hervorruft.
Diese erste
Inspiration zu finden, kann manchmal schwierig sein. Es soll sogar Autoren
geben, die lange vor einem leeren/weißen Blatt sitzen und nicht wissen, was sie
schreiben sollen.
Ich persönlich habe
kürzlich eine neue(alte) Idee entdeckt, um interessante Ideen zu finden. Diese
möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Ich suchte Ideen zu
verschiedenen Welten, in denen meine Geschichte für den NaNoWriMo spielen sollte.
Die Google-Bildersuche ist immer eine gute Hilfe in solchen Fällen. Doch schon
nach kurzem Googeln stellte ich fest, dass viele der Bilder von der Grafikseite
Deviantart stammten.
Auf der Website
Deviantart.com gibt es Millionen Bilder, zu allen denkbaren Themen. Da hier jedoch
jeder seine Werke präsentieren darf, gibt es auch jede Menge schlechte Bilder,
die allenfalls für einen Lacher aber nicht zur Inspiration taugen.
In meinem Fall
wollte ich Bilder von Sci-Fi Städten finden.  Um vernünftige Bilder angezeigt zu bekommen,
suchte ich links im Menü die Art der Bilder aus, die ich sehen wollte.
Digital Art > Drawings and Paintings
Dann gab ich im
Suchfenster sci-fi city ein und erhielt daraufhin viele brauchbare Ergebnisse.
Unter all diesen
Städten wählte ich mir eine aus, die mir besonders gefiel, das Bild namens „City
von UnidColor
Ich klickte auf das Bild und erhielt rechts in einem Kasten die
Möglichkeit, durch andere Bilder desselben Künstlers zu browsen und darunter
die Möglichkeit, ähnliche Bilder auf Deviantart zu finden.
Mit Hilfe dieser
beiden Möglichkeiten fand ich so viele tolle neue Ideen für meine Geschichte,
dass es mir schwer fiel, bis Anfang November zu warten, um mit dem Schreiben
meiner Geschichte zu beginnen.
Ich hoffe diese
Methode bringt euch bei der Ideenfindung für neue Projekte voran.

Hier noch
ein paar besonders gelungene Bilder von UnidColor, die ich mit freundlicher Genehmigung
hier einstellen darf.

Halloween 2013
World of Warcraft tribute bookimage
To the mountains
The full moon night

YouTube Scapple review

Hier also die “Weltpremiere” meines ersten YouTube Videos.
Es hat jede Menge Spaß gemacht, die einzelnen Schritte aufzunehmen, zu schneiden und zu vertonen.

Das Resultat seht ihr hier und vielleicht finden ja einige User auch via YouTube zu diesem Blog.
Viel Spaß beim Anschauen!

Das dazugehörige schriftliche Review auf meinem Blog gibt es hier: Scapple Review

NaNoWriMo – Participant

Ich habe mich dazu entschlossen, am diesjährigen NaNoWriMo teilzunehmen.
Mein Beitrag dort hat den Arbeitstitel Habitat #1.

Ich hoffe, dass ich genügend Zeit finden werde, um die geforderte Wortzahl zu schreiben.
Wer meinen Fortschritt mitverfolgen möchte, kann das hier in meinem Blog. Bisher ist der Zähler logischerweise bei “0 words“. Doch das wird sich bald ändern.