Rezension: Blut gegen Blut 2

Blut gegen Blut2

Worum geht es?

In “Blut gegen Blut 2” von Benjamin Spang geht es erneut um Katrina Reichenlicht, die diesmal versucht, ihre Familie vor dem Tod zu retten. Aus diesem Grund will sie die sogenannte Blutschrift finden. Doch auch Vampirkönigin Eliska, die Bluthexe Faedora und Edgar der Schriftjäger haben es auf das Dokument abgesehen.

Was gefällt mir gut?

Wie auch schon im ersten Teil rennt Katrina von einer Gefahrensituation in die nächste und muss diese mit teilweise drastischen Mitteln lösen. Dies führt dazu, dass die Spannung beim Lesen kontinuierlich hoch ist und man förmlich durch die 500 Seiten fliegt. Es gibt reichlich Action sowie etliche Szenen, die blutig enden. Daran und an den “Das kann der Autor doch nicht machen!”- Momenten hätte selbst Quentin Tarantino seine Freude.

Die Story ist vielschichtig angelegt und bietet Einblicke in die Sichtweise der unterschiedlichen Hauptcharaktere. Sowohl Katrina als auch Helena sind starke Persönlichkeiten, die sich durch nichts und niemanden von ihren Zielen abhalten lassen. Trotzdem zeigen beide persönliche Schwächen, die die Figuren glaubwürdig machen. Besonders gefallen hat mir Katrinas Entwicklung in Bezug auf ihre Familie und ihre Entscheidung am Schluss, die zeigt, wie erwachsen sie geworden ist, und dass sie gelernt hat, mit der Situation umzugehen.

Die übergeordnete Thematik wurde geschickt in den Plot eingearbeitet. Es geht um das Schüren der Angst der Menschen vor dem Unbekannten, hier in Form der Werwölfe und Vampire, die von den Menschen als blutrünstige Monster gesehen werden. Aktueller könnte die Thematik kaum sein.

Besonders hervorheben möchte ich, dass dieses Buch trotz der Tatsache, dass es laut Autor einen dritten Teil geben wird, ein sehr zufriedenstellendes Ende hat.

Was stört mich?

Wie schon beim ersten Teil gibt es auch hier nicht viel zu bemängeln.

Bei Teil 1 hat mir der teilweise recht lockere Ton, mit dem Menschen, Werwölfe und Vampire niedergemetzelt wurden, nicht recht gefallen. Doch in Teil 2 ist der Ton generell ernster und die Geschichte dunkler, was der Thematik gut tut.

Unschön fand ich lediglich die Darstellung der Tötung mehrerer Kinder, doch dies war für die Geschichte notwendig und zeigt die Grausamkeiten, zu denen Menschen/Vampire fähig sind, wenn sie sich von ihren Ideologien blenden lassen.

Fazit

Es hat mir Spaß gemacht, Blut gegen Blut 2 zu lesen. Meine Erwartungen hinsichtlich Story und Charakterentwicklung wurden nicht enttäuscht und ich freue mich schon auf Band 3, auch wenn ich mich frage, wie das Ganze ausgehen soll.

Über mich

Hi, ich bin Julia Sophie Hartmann, die Autorin des Dark Urban Fantasy-Romans „Die verdammte Karte“.

Geschichten habe ich eigentlich schon immer geschrieben. Im Moment fühle ich mich in den Genres Dystopie, Dark Urban Fantasy und Horror zu Hause, wobei ich auch schon Kinderbücher und sogar ein Mathe-Übungsbuch geschrieben habe.

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