Inspirationen finden 2 – Teil 3 – Musik

Ich habe vor einiger Zeit bereits einen Artikel darüber geschrieben, wie man sich durch Bilder zum Schreiben von Geschichten inspirieren lassen kann.
Jetzt soll es um andere Arten der Inspiration gehen, auf die ich bei meiner Arbeit an meinem neuen Roman zum Teil zurückgegriffen habe. Im ersten Teil der Artikel-Reihe ging es um eine Möglichkeit der Visualisierung und im zweiten Teil ging es um Hindernisse und Zufallssituationen.
Im heutigen dritten Teil geht es um Musik und Geräusche.

3. Musik

Durch den NaNoWriMo 2015 habe ich gelernt, dass viele Autoren beim Schreiben Songs hören, um in Schreibstimmung zu kommen. Aber lohnt sich das und was bringt es Autoren, sich Musik anzuhören und die mit Anstrengung gebündelte Aufmerksamkeit vom Schreiben auf Musik zu lenken?

Welchen Einfluss hat Musik?

soundTatsächlich rufen Lieder, Melodien und Geräusche Erinnerungen in uns wach. Denk zum Beispiel an das Rattern eines Zuges. An was erinnert dich das? Mich persönlich erinnert es an eine Fahrt nach London vor ein paar Jahren. Ich denke dabei an die Brötchen, die ich im Zug gegessen habe. An die verregnete Oktoberlandschaft, die an mir vorbeizog, und das Kleinkind in der Sitzgruppe gegenüber, das von seinen Eltern mit Sellerie gefüttert wurde. Ich weiß auch plötzlich wieder, wie ich mich gefühlt habe und dass ich das Mineralwasser im Bord-Bistro unverschämt teuer fand.

Wie können solche Erinnerungen beim Schreiben helfen?

Wenn man eine bestimmte Szene vor Augen hat, kann man sich mit Hilfe der eigenen Erinnerungen – hervorgerufen durch die Geräusche oder Melodien – ganz leicht in die Stimmung versetzen, die man beschreiben möchte. Das funktioniert besonders gut, wenn man eigene Erfahrungen mit den Geräuschen verbindet, doch auch Erfahrungen aus zweiter Hand tragen (wenn auch in abgeschwächter Form) zur Stimmung bei. Zum Beispiel, wenn man das Geräusch eines Raumschiffs hört, auf dem die Geschichte spielt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit, frische Assoziationen mit dem Gehörten zu bilden, um die Szene deutlicher beschreiben zu können.

Stell dir vor, dein Hauptcharakter schlendert durch einen Wald. Du hörst dir eine Sounddatei mit Waldgeräuschen an und erhältst dadurch Hinweise, was dein Charakter hören könnte. Das führt oft dazu, dass du auch weißt, was er riechen oder sehen könnte, und durch deine eigenen Gefühle, die zur Stimmung der Musik passen, kannst du seine Emotionen besser nachempfinden.

Wo finde ich passende Geräusche, Melodien und Lieder?

Möglichkeiten, die ich bereits genutzt und getestet habe, sind:

  1. Radio/CD/Playlisten/Streaming-Dienste
  2. Syrinscape
  3. Noisli
  4. roll20.net
  5. Theaterverlag.eu

Radio/CD/Playlisten/Streaming-Dienste

Im Internet findet man massenhaft Seiten, auf denen man kostenlos oder kostengünstig Musik anhören kann. Zum Beispiel shoutcast.com.
Wie bereits im letzten Jahr berichtet, bin ich mit dieser Art von Hintergrundmusik beim Schreiben nicht richtig warm geworden. Der Grund dafür ist, dass ich mich beim Hören der Lieder zu sehr auf die Texte konzentriere und dann nicht mehr vernünftig schreiben kann.

Was funktionieren könnte, ich jedoch noch nicht ausprobiert habe, sind Soundtracks zu Filmen oder zu Video-Spielen.

Syrinscape

Die von mir bevorzugte Lösung für dieses Problem lautet Syrinscape.
Syrinscape ist ein Programm (für fast alle Betriebssysteme), das Hintergrundmusik und Geräusche abspielen kann. Entwickelt wurde Syrinscape, um Spielleitern von Rollenspielen die Möglichkeit zu bieten, ihre Geschichte mit guter (sich nicht ständig wiederholender) Musik und Geräuscheffekten zu bereichern.

Je nach Genre lassen sich die Soundsets, die es für Syrinscape gibt, für den Schreibprozess anpassen.

Einziger Nachteil: Es gibt die Einstiegsversion mit wenigen Sounds kostenlos und die anderen Sound-Sets müssen zusätzlich gekauft oder im Bundle abboniert werden.

Noisli

Noisli.com ist einfach eine Website, auf der man sich thematisch geordnete Hintergrundgeräusche anhören kann. Außerdem kann man sich in den verschiedenen App-Stores das Produkt herunterladen und die Sounds bequem vom PC/Handy/Tablet abspielen. Dabei lassen sich Geräusche auch gleichzeitig abspielen. Im Vergleich zu Syrinscape ist die Anzahl der Einstellungsmöglichkeiten und der unterschiedlichen Sounds zwar sehr gering, doch der Preis ist deutlich niedriger.

Roll20

Die Website roll20.net bietet ähnliche Möglichkeiten wie Syrinscape, die jedoch ebenfalls für Spielleiter gedacht sind. Somit muss man sich zunächst durch verschiedene Menüs hangeln und ein eigenes Rollenspielszenario kreieren, bevor man die Sounds per Jukebox hinzufügen und in Dauerschleife hören kann.

Theaterverlag.eu

Auf der Website des Theaterverlags kann man sich kostenlos Sounds herunterladen und per Audacity oder ähnlichen Programmen zurechtschneiden.

Fazit – Lohnt es sich, einen passenden Soundtrack für die Geschichte zu finden?

Ob es einem liegt, mit Musik oder Geräuschen zu schreiben, muss jeder selbst ausprobieren. Ich persönlich finde es sehr hilfreich, wenn ich dank der Hintergrundgeräusche schnell wieder in die richtige Schreibstimmung hineinfinde und mir schneller thematisch passende Assoziationen einfallen.

Schreibstimmung dank Syrinscape

Durch den NaNoWriMo habe ich gelernt, dass viele Autoren beim Schreiben Songs hören, die sie in die Stimmung versetzen, die die Autoren kreieren wollen. Also z.B. “I don’t wanna miss a thing” von Aerosmith, wenn es um eine Szene mit Herzschmerz geht.
Diese Methode wollte ich ausprobieren, doch ich bin damit nicht richtig warm geworden. Der Grund dafür ist simpel. Ich konzentriere mich beim Hören der Lieder zu sehr auf die Texte und kann dann nicht mehr vernünftig schreiben. Außerdem habe ich Angst, dass die Texte der Lieder zu großen Einfluss auf meine Dialoge haben.
Für dieses Problem habe ich nun eine Lösung für mich gefunden:
Syrinscape

Was ist das?
Syrinscape ist ein Programm (für fast alle Betriebssysteme), das Hintergrundmusik und Geräusche abspielen kann. Entwickelt wurde Syrinscape, um Spielleitern von Rollenspielen die Möglichkeit zu bieten, ihre Geschichte mit guter (sich nicht ständig wiederholender) Musik und Geräuscheffekten zu bereichern.

Beispiel:
Der Spielleiter hat eine Szene mit einem Drachenkampf erfunden und möchte, dass seine Mitspieler richtig in die Geschichte eintauchen können. Daher wählt er ein Soundset mit Drachengeräuschen. Zusätzlich kann er auch noch Geräusche von schreienden Menschen, kläffenden Hunden, Orks, Goblins, Wind, Feuer, etc. einfügen. Die Möglichkeiten sind schier endlos.

Wie kann man das Programm als Autor nutzen?
Je nach Genre lassen sich die Soundsets, die es für Syrinscape gibt, für den Schreibprozess anpassen.
Zugegeben, für den Autor von Fantasy-Geschichten oder von Sci-Fi-Geschichten ist es etwas leichter nutzbar, weil es Soundsets in diesen beiden Stilrichtungen gibt. Doch auch für Autoren anderer Stilrichtungen dürfte sich aus den Sets etwas zusammenstellen lassen, denn Geräusche aus einsamen Wäldern und Bergen oder einer Wüste und ihren Bewohnern können schon hilfreich sein.

Schaut es euch doch einfach mal an.

Review: Papyrus Autor 8

Allgemeines
Papyrus Autor ist ein Textverarbeitungsprogramm der Firma R.O.M.-Logicware aus Berlin und verspricht, dass man mit Hilfe des Programms dazu in der Lage ist, bessere Texte zu schreiben.

Ich habe vor einigen Jahren bereits die Version 6 verwendet und fragte mich daher, was die neue Version 8 an Neuerungen zu bieten hat.

Aus diesem Grund habe ich Version 8 als Demoversion auf Herz und Nieren getestet und möchte an dieser Stelle davon berichten.

Dabei werde ich folgende Fragen beantworten:

  • Was ist Papyrus Autor eigentlich?
  • Wozu kann man das Programm verwenden?
  • Wie benutzt man Papyrus Autor?
  • Empfehle ich die Anschaffung?

1.  Was ist Papyrus Autor eigentlich?
Öffnet man Papyrus Autor, kommt einem die Oberfläche zunächst sehr bekannt vor. In der Mitte befindet sich ein weißes „Feld“ zum Schreiben und oben sind die Menübuttons. Sieht doch aus, wie Word, oder?

Nur, fast.
Papyrus Autor ist in erster Linie ein Textverarbeitungsprogramm. Das ist die große Gemeinsamkeit zu Word, doch da hört es eigentlich schon auf mit den Gemeinsamkeiten. Denn Papyrus ist noch so viel mehr als „nur“ ein Textverarbeitungsprogramm. Auf den zweiten Blick ist Einiges anders als bei Schreibprogrammen wie Word und Co.

2.  Wozu kann man das Programm verwenden?
Das führt uns direkt zum zweiten Punkt. Der große Unterschied zu anderen Schreibprogrammen ist, dass man mit Papyrus Autor mehr machen kann, als nur Texte zu verfassen. Die fünf wesentlichen Elemente hierbei sind:

  • Planung des Textes
  • Texterstellung
  • Textkorrektur
  • Strukturierung des Textes
  • Export in verschiedene Formate

2.1 Planung des Textes
Jeder Autor hat seine eigene Methode, um seine Texte zu planen, sofern er überhaupt plant. Zur Planung eines Textes stehen in Papyrus Autor daher verschiedene Tools zur Verfügung. Es gibt die Möglichkeit eine Zeitleiste anzulegen,

Zeitleiste

ein Denkbrett zu erstellen,das einem unendlich großen Mindmapping-Tool entspricht (ganz ähnlich wie z.B. Scapple)

Denkbrett

und den Navigator und die Notizfunktion zu nutzen.

Navigator

Hier findet jeder Autor das, was ihm am ehesten zusagt.

2.2 Texterstellung
Dies unterscheidet sich nicht wesentlich von der Texterstellung in anderen Schreibprogrammen auch. Man tippt seinen Text einfach in den dafür vorgesehenen Bereich im Programm. Vielleicht ist es interessant zu erwähnen, dass einem die wichtigsten (aber nicht alle) Möglichkeiten zur Formatierung geboten werden.

2.3 Textkorrektur
Dies ist eindeutig eine der Stärken des Programms. Mit Hilfe des aktuellen Duden-Korrektors kann man Rechtschreibung und Grammatik des Textes überprüfen lassen.
Die Lesbarkeitsanalyse gibt an, wie kompliziert die Sätze sind. Das kann je nach Zielgruppe eine große Hilfe sein.

Ein Tool, das ich persönlich nicht mehr missen möchte, ist die Stilanalyse. Mit Hilfe verschiedener Optionen kann man einstellen, wie stark der Text auf Stilschwächen untersucht werden soll. Dabei findet die Stilanalyse zuverlässig Doppelungen, Füllwörter, Phrasen, Passiv-Konstruktionen, Amtsdeutsch und Vieles mehr.

2.4 Strukturierung des Textes
Bei der Strukturierung des Textes leistet der Navigator ganze Arbeit. Wo man sonst Textstellen kopieren und an der richtigen Stelle einfügen musste, ist dies mit simplem „Drag’n’Drop“ im Navigator getan. Szenen und ganze Kapitel lassen sich bequem an die Orte verschieben, an denen man sie haben möchte.

2.5 Export in verschiedene Formate
Papyrus Autor lässt auch hier keine Wünsche offen. Man kann sowohl herkömmliche Dateiformate erzeugen wie z.B. DOCs oder PDFs als auch neuere Formate, wie z.B. mobi, e-Pub. Sogar Normseiten lassen sich mit einem Klick auf die entsprechende Schaltfläche in Sekunden erstellen.

3.  Wie benutzt man Papyrus Autor?
Dies hängt sehr von der individuellen Vorgehensweise des einzelnen Autors ab. Es gibt keinen vorgegebenen Weg, wie man Papyrus zu benutzen hat, sondern viele verschiedene Möglichkeiten an den eigenen Text heranzugehen.
Mein persönlicher Workflow sieht bei längeren Texten im Moment so aus:

  • Denkbrett zur Grobplanung
  • Erstellen der Kapitel und Szenen mit Hilfe des Navigators
  • Texterstellung im Textfenster
  • (evtl. Überarbeitung mit dem Zeitstrahl)
  • Überarbeitung mit der Stilanalyse
  • Überarbeitung mit Hilfe des Duden-Korrektors
  • Export

 4.  Empfehle ich die Anschaffung?
Das kommt auf die Bedürfnisse des Autors an. Als Textverarbeitungsprogramm allein, würde sich eine Anschaffung wohl kaum lohnen, denn auch Scrivener oder z.B. Y-Writer warten mit einer ganzen Reihe an Funktionen auf und sind in der Anschaffung deutlich billiger.
Doch Papyrus Autor schafft es, diese vielen verschiedenen Funktionen in einem relativ intuitiv zu bedienenden Programm zu vereinen und bietet zusätzlich Tools zur Korrektur des eigenen Textes an, so dass (zumindest bei mir) keine Wünsche offen bleiben. Daher würde ich die Anschaffung des Programms auf jeden Fall empfehlen.

Tools

Da ich gerade mit einem neuen Projekt beginne, mache ich mir Gedanken über meine Schreibprogramme.
Über
Google habe ich herausgefunden, dass viele Autoren offenbar auf eines
der drei folgenden Programme zurückgreifen, um ihre Geschichten zu
schreiben.

  1. YWriter
  2. Papyrus Autor
  3. Scrivener

Ich persönlich tendiere zu Papyrus Autor und das hat verschiedene Gründe.

  • Übersichtlichkeit: das Programm ähnelt grob Word, was einem den Einstieg erleichtert.
  • Zeitstrahl:
    Szenen und Kapitel im Text lassen sich mit einem Zeitstrahl verknüpfen,
    um alle Handlungsstränge in eine logische Abfolge zu bringen.
  • Denkbrett:
    Was bei Scrivener hervorragend mit Scapple umgesetzt wird, ist bei
    Papyrus das integrierte Denkbrett. Ich finde es schön, dies direkt im
    Programm zu finden und Einträge mit Szenen und Kapiteln verknüpfen zu
    können.
  • Personendatenbank: Man kann jede Person
    mit einem Eintrag in der Datenbank verknüpfen. Papyrus hinterlegt dann
    zu festgelegten Stichworten oder Namen automatisch einen Link zum
    Eintrag in der Datenbank.
  • Analyse: Papyrus
    Autor verfügt über eine eingebaute Stil- und Lesbarkeitsanalyse.
    Natürlich kann das nicht automatisch einen tollen Text aus einem
    schlechten Text zaubern, doch es hilft beim Finden von Füllwörtern,
    überflüssigen Adjektiven, umständlichen Satzkonstruktionen etc..
  • Duden Korrektor: Eine Rechtschreib- und Grammatikprüfung mit Hilfe des aktuellen Duden.

YWriter
ist sehr umfangreich, mir jedoch zu umständlich und Scrivener hat den
Nachteil, dass es ein englisches Programm ist und man daher auf Hilfen
wie den Duden Korrektor und die Stil- und Lesbarkeitsanalyse verzichten
muss.
Weitere Programme, die ich gerne nutze sind Dragon
NaturallySpeaking und Balabolka. Zu letzterem musste ich mir aber
zunächst ein anständiges Sprachpaket herunterladen, bis ich den
vorgelesenen Text halbwegs erträglich fand.

Inspiration finden

Inspiration ist ein
schwieriges Thema.

Es gibt Menschen,
die behaupten, sie benötigen keine Inspiration zum Schreiben.
Das ist toll, doch
der Mehrheit der Autoren geht es wahrscheinlich eher so, dass ein bestimmtes
Erlebnis, ein Bild, ein Satz oder auch eine Geschichte plötzlich eine ganze
Fülle von neuen Ideen hervorruft.
Diese erste
Inspiration zu finden, kann manchmal schwierig sein. Es soll sogar Autoren
geben, die lange vor einem leeren/weißen Blatt sitzen und nicht wissen, was sie
schreiben sollen.
Ich persönlich habe
kürzlich eine neue(alte) Idee entdeckt, um interessante Ideen zu finden. Diese
möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Ich suchte Ideen zu
verschiedenen Welten, in denen meine Geschichte für den NaNoWriMo spielen sollte.
Die Google-Bildersuche ist immer eine gute Hilfe in solchen Fällen. Doch schon
nach kurzem Googeln stellte ich fest, dass viele der Bilder von der Grafikseite
Deviantart stammten.
Auf der Website
Deviantart.com gibt es Millionen Bilder, zu allen denkbaren Themen. Da hier jedoch
jeder seine Werke präsentieren darf, gibt es auch jede Menge schlechte Bilder,
die allenfalls für einen Lacher aber nicht zur Inspiration taugen.
In meinem Fall
wollte ich Bilder von Sci-Fi Städten finden.  Um vernünftige Bilder angezeigt zu bekommen,
suchte ich links im Menü die Art der Bilder aus, die ich sehen wollte.
Digital Art > Drawings and Paintings
Dann gab ich im
Suchfenster sci-fi city ein und erhielt daraufhin viele brauchbare Ergebnisse.
Unter all diesen
Städten wählte ich mir eine aus, die mir besonders gefiel, das Bild namens „City
von UnidColor
Ich klickte auf das Bild und erhielt rechts in einem Kasten die
Möglichkeit, durch andere Bilder desselben Künstlers zu browsen und darunter
die Möglichkeit, ähnliche Bilder auf Deviantart zu finden.
Mit Hilfe dieser
beiden Möglichkeiten fand ich so viele tolle neue Ideen für meine Geschichte,
dass es mir schwer fiel, bis Anfang November zu warten, um mit dem Schreiben
meiner Geschichte zu beginnen.
Ich hoffe diese
Methode bringt euch bei der Ideenfindung für neue Projekte voran.

Hier noch
ein paar besonders gelungene Bilder von UnidColor, die ich mit freundlicher Genehmigung
hier einstellen darf.

Halloween 2013
World of Warcraft tribute bookimage
To the mountains
The full moon night

YouTube Scapple review

Hier also die “Weltpremiere” meines ersten YouTube Videos.
Es hat jede Menge Spaß gemacht, die einzelnen Schritte aufzunehmen, zu schneiden und zu vertonen.

Das Resultat seht ihr hier und vielleicht finden ja einige User auch via YouTube zu diesem Blog.
Viel Spaß beim Anschauen!

Das dazugehörige schriftliche Review auf meinem Blog gibt es hier: Scapple Review

NaNoWriMo – Participant

Ich habe mich dazu entschlossen, am diesjährigen NaNoWriMo teilzunehmen.
Mein Beitrag dort hat den Arbeitstitel Habitat #1.

Ich hoffe, dass ich genügend Zeit finden werde, um die geforderte Wortzahl zu schreiben.
Wer meinen Fortschritt mitverfolgen möchte, kann das hier in meinem Blog. Bisher ist der Zähler logischerweise bei “0 words“. Doch das wird sich bald ändern.

Scapple review

Das Programm Scapple ist seit einiger Zeit auf dem Markt und verspricht grenzenlose Freiheit beim Sammeln oder Sortieren von Gedanken. Ich habe dieses Programm getestet und werde kurz erklären:

1. was Scapple eigentlich ist
2. wozu man Scapple braucht
3. welche Vorteile Scapple bietet
4. wie man Scapple benutzt
5. meine Meinung zu Scapple

1.    Was ist Scapple?

Scapple ist ein Programm der Firma Literature & Latte. Es wurde entworfen, um Ideen so effektiv und schnell wie möglich in den PC zu bekommen und dabei Verbindungen aufzeigen zu können.

2.    Wozu braucht man Scapple?

Scapple kann man als Mindmapping-Software, Programm zum Festhalten von Plots oder einfach zum Sammeln von Ideen verwenden.
Das Programm ist dabei kein Mindmapping-Programm im herkömmlichen Sinne, sondern bietet eine Art „freie Fläche“, um Ideen visuell festzuhalten und sie anschließend mit anderen Notizen zu verknüpfen und später wenn nötig wieder umzusortieren.
Durch diese Flexibilität soll Scapple kreative Ideenfindung unterstützen.

3.    Welche Vorteile bietet Scapple?

  • Man kann verschiedene Verbindungslinien zwischen beliebigen Notizen ziehen.
  • Alle Notizen sind gleichwertig – es gibt keine über-/untergeordneten Notizen.
  • Es gibt keine zentrale Startnotiz – man kann beginnen, womit man will und wie man will.
  • Man kann Notizen auch im Nachhinein noch verschieben (auch nachdem man Notizen mit anderen verbunden hat).
  • Man kann problemlos Grafiken, PDFs und Textdateien importieren.
  • Es ist immer genug Platz vorhanden, da dieser nicht beschränkt ist.
  • Man kann einzoomen und auszoomen.
  • Scrivener-Benutzer können die Scapple-Dateien direkt importieren.

4.    Wie benutzt man Scapple?

a)    Download und Installation

Die Firma Literature & Latte bietet das Programm Scapple zum Download an. Entweder als kostenlose Testversion, die 30 Tage nutzbar bleibt, oder als kostenpflichtige Vollversion für 14,99$ (bzw. 12$ als Schüler-/Studentenversion), zu beziehen über die Website der Firma: literatureandlatte.com
In jedem Fall wird man zu einer Downloadseite geleitet und kann das Programm anschließend bequem auf den eigenen Rechner laden.
Die Installation verläuft nach einem Doppelklick auf die Exe-Datei problemlos mit Hilfe eines Installers.

b)    Erste Schritte

Wenn man Scapple startet, wird ein leeres Fenster geöffnet, das einen Hinweis enthält, wie man eine sogenannte “Note”, also eine Notiz, erstellt.

 (double click anywhere to create a Note)

Wer aber meint, gleich loslegen zu können, erfährt eine kleine Überraschung, denn das Programm läuft standardmäßig erst einmal mit englischem Tastaturlayout.
Dies lässt sich nur ändern, wenn man mit Hilfe des Menüs Edit>Spelling>Dictionaries das deutsche Wörterbuch herunterlädt und installiert.

Nach einem Neustart des Programms wird das deutsche Tastaturlayout erkannt und man kann mit dem Erstellen eigener Notizen loslegen.

c)    Von einfachen Notizen zu komplexen Diagrammen

Um eine Notiz (eine sog. Note) zu erstellen, klickt man doppelt in den Bildschirm und benennt die erste Notiz nach Wahl.
Spätestens bei der zweiten Notiz fragt man sich, wie man die schicken Verbindungslinien hinbekommt, die man auf den Bildern der Herstellerwebsite gesehen  hat.

Nichts leichter als das. Man schiebt eine Notiz mit gedrückter Maustaste auf eine andere Notiz und lässt die Maustaste dann los. Voilà, eine gestrichelte Line erscheint.

Scapple benutzt drei verschiedene Arten von Verbindungslinien.
Zum einen die bereits erwähnte gestrichelte Linie. Diese Linie kann man löschen, indem man die zweite Notiz wieder auf die erste zieht.

Die zweite Linienart ist ein Pfeil in eine Richtung. Man erhält einen solchen Pfeil, indem man gleichzeitig die Alt-Taste drückt und eine Notiz auf die andere zieht.
Alternativ findet man diese Option auch im Menü Notes>Connect With Arrow. Die Reihenfolge der Markierung entscheidet über die Pfeilrichtung.

Die dritte Möglichkeit ist ein Doppelpfeil. Man erhält ihn, wenn man nach der Erstellung eines normalen Pfeils die andere Notiz mit gedrückter Alt-Taste zurück auf die erste Notiz zieht.

Alternativ kann man den zweiten Pfeil durch erneutes Markieren der beiden Notes in umgekehrter Reihenfolge mit anschließendem Klick auf das Menü Notes>Connect With Arrow einstellen.

Eine Löschung aller Pfeile zwischen zwei Notizen ist möglich, indem man (nach dem Markieren der betreffenden Notizen) gleichzeitig die Tasten Strg, Alt, Schift und . (Punkt) drückt. Oder man wählt im Menü Notes>Disconnect.
Mit einem Doppelklick auf eine Verbindungslinie erstellt man eine neue Notiz, die mit beiden Notizen verbunden ist.

d)    Formatierung

Die Formatierung von Notizen gestaltet sich wie bei jedem Textverarbeitungsprogramm. Für mich ist die einfachste Variante, den sogenannten Inspector im Menü View aufzurufen. Im darauf erscheinenden Fenster sind alle wichtigen Einstellungen für das Aussehen der Notes sowie des gesamten Dokuments per Klick erreichbar.

e)    Bilder, Texte, PDFs

Bilder, Texte und PDFs lassen sich per Drag&Drop aus einem Ordner des Computers in Scapple hineinziehen.

Bei Texten wird man gefragt, ob man die Texte als einzelne Notizen einfügen möchte.

f)    Background Shapes

Per Rechtsklick auf den Bildschirm lassen sich sogenannte Background Shapes einfügen. Diese Kästen dienen dazu, Bereiche voneinander abzugrenzen.
Mit Hilfe des Inspektors kann man die Background Shapes magnetisieren. So lassen sich alle Notizen, die innerhalb des Background Shapes liegen, mit dem Background Shape auf dem Bildschirm verschieben.

g)    Export

Möchte man das Dokument auch außerhalb von Scapple verwenden, kann man über das Menü File>Export wählen, in welches Format die Datei exportiert werden soll. Zur Auswahl stehen:
pdf, Bilddatei (verschiedene Formate), txt, rtf und opml

5.    Fazit

Scapple zu benutzen macht wirklich Spaß. Es ist übersichtlich und nahezu intuitiv zu bedienen. Ideen damit zu Strukturieren gelingt schnell, wenn man sich an die entsprechenden Menüs bzw. die Tastenkombinationen gewöhnt hat.
Ein deutlicher Pluspunkt ist, dass man Bilder und andere Formate ohne Probleme in die eigenen Ideen integrieren kann.
Der Preis von 14,99$ für die normale Version und 12$ für die Education Version ist meiner Meinung nach angemessen. Für mich persönlich bleiben bei dem Programm keine Wünsche offen.